Von Dynamic Search Ads zu AI Max: Warum jetzt mehr Steuerung gefragt ist
Google stellt DSA automatisch auf AI Max um
Google ersetzt Dynamic Search Ads schrittweise durch AI Max für Search Campaigns. Ab September 2026 sollen bestehende DSA-Setups automatisch migriert werden. Damit verschwindet ein Kampagneformat, mit dem sich bisher oft recht effizient Lücken im Keyword- und Targeting-Setup schließen ließen.
Gerade für viele kleinere Accounts waren Dynamic Search Ads ein pragmatisches Werkzeug: Sie konnten zusätzliche Suchanfragen erschließen, ohne dass sofort jede einzelne Keyword-Lücke manuell ergänzt werden musste. Mit AI Max wird daraus jedoch keine einfache Weiterentwicklung von DSA, sondern ein deutlich stärker automatisiertes, KI-gesteuertes System.
Warum das nicht nur ein technisches Update ist
Die Umstellung ist deshalb relevant, weil sich damit die Logik der Kampagnensteuerung verändert.
Während DSA vor allem auf Website-Inhalten basierten und daraus automatisch Zielseiten und Anzeigenausspielungen ableiteten, greift AI Max tiefer in die Steuerung ein. Suchanfragen werden stärker interpretiert und erweitert, die Ausspielung wird umfassender automatisiert und die Einflussnahme auf Kampagnen verlagert sich weiter von direkter Steuerung hin zu Signalgebung und Nachkontrolle.
Das Risiko kleiner und mittlerer Budgets
Vor allem kleine und mittlere Werbetreibende sollten jetzt also genauer hinschauen und aufpassen, nicht von dieser automatischen Umstellung überrollt zu werden. KI-gesteuerte Kampagnenformate wie AI Max funktionieren umso besser, je mehr belastbare Daten sie dem Algorithmus zur Verfügung stellen können. In vielen kleineren Accounts entstehen diese großen Datenmengen aber gar nicht. Wer nur begrenzte Budgets, wenige Conversions oder ein spitzes Leistungsangebot hat, liefert dem System oft zu wenig Signale für eine wirklich effiziente Aussteuerung auf KI-Basis.
Dann besteht die Gefahr, dass Budgets zu breit verteilt werden, Suchanfragen erschlossen werden, die keinen Effekt haben und die Kampagnen zwar mehr Reichweite erzeugen, jedoch nicht mehr Resultate.
Was in großen Konten mit viel Volumen noch als Testbudget oder „Spielgeld“ verkraftbar ist, kann in kleineren Accounts schnell unnötig teuer werden.
Gerade deshalb sollte AI Max nicht leichtfertig als Standardlösung betrachtet werden. In vielen Fällen ist ein vorsichtiger, eng kontrollierter Test sinnvoller als eine schnelle, großflächige Öffnung der Suchkampagnen.
Was jetzt konkret zu tun ist
Wer derzeit noch Potenziale über Dynamic Search Ads hebt, sollte sich nicht darauf verlassen, dass AI Max diese Aufgabe automatisch ebenso effizient übernimmt. Sinnvoll ist jetzt vor allem eine gründliche Auswertung der Suchbegriffe, die in den bestehenden DSA-Kampagnen tatsächlich zu Conversions geführt haben. Diese Suchanfragen sollten überprüft und – wo passend – gezielt in das bestehende Keyword-Setup übernommen werden.
Besonders wichtig sind dabei:
So wird aus bisherigen DSA-Erkenntnissen ein tragfähigeres, kontrollierbareres Such-Setup. Genau das ist vor der Umstellung oft der sicherere Weg.
Warum professionelle Steuerung wichtiger wird
Die Entwicklung zeigt einmal mehr, dass Suchkampagnen nicht einfach durch mehr Automatisierung einfacher werden. Im Gegenteil: Je stärker Google auf KI-gesteuerte Systeme setzt, desto wichtiger werden saubere Kampagnenstrukturen, belastbares Tracking, gute Keyword-Logik (bzw. ein Verständnis von Keywordless-Targeting) und laufende Auswertung und Optimierung.
Gerade kleinere Werbetreibende haben meist nicht die Budgets, mit denen sich Ineffizienzen über große Datenmengen oder lange Lernphasen ausgleichen lassen. Deshalb müssen Suchkampagnen hier besonders präzise aufgebaut und eng geführt werden. Wer blind auf vollständige Automatisierung setzt, gibt einen Teil dieser Kontrolle aus der Hand, ohne sicher sein zu können, dass das System die wirtschaftlich richtigen Entscheidungen trifft.
Google Ads Betreuung durch FAUN Media
Bei FAUN Media liegt der Fokus nicht darauf, Automatisierung einfach zu aktivieren, sondern sie kontrolliert und wirtschaftlich sinnvoll einzusetzen. Gerade in kleineren und mittleren Accounts ist es entscheidend, Potenziale sauber herauszuarbeiten, Suchanfragen genau zu analysieren und Kampagnen so aufzubauen, dass Budget nicht unnötig in Streuverluste fließt.
Dazu gehören unter anderem die strukturierte Weiterentwicklung des Keyword-Setups, die Auswertung von Suchbegriffen und Conversion-Pfaden und ein präzises Tracking als Grundlage für belastbare Optimierungsentscheidungen. Ziel ist nicht maximale Automatisierung, sondern maximale Steuerbarkeit bei sinnvoll eingesetzter Automatisierung.
Fazit
Die automatische Umstellung von Dynamic Search Ads auf AI Max ab September 2026 ist mehr als eine technische Änderung. Sie markiert einen weiteren Schritt hin zu vollautomatisierter Kampagnensteuerung – mit allen Chancen, aber eben auch mit den damit verbundenen Schwächen. Gerade kleinere und mittlere Werbetreibende sollten deshalb jetzt prüfen, welche DSA-Suchanfragen tatsächlich performen, wo das eigene Keyword-Setup ergänzt werden muss und ob AI Max für den jeweiligen Anwendungsfall überhaupt die richtige Lösung ist. Nicht alles, was stärker automatisiert ist, ist automatisch besser. In vielen Fällen bleibt die präzise gesteuerte
